Fernsehpreis für 6w-Film
23.09.2009
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) mit Sitz in Bonn hat einen Fernsehbeitrag der 6w-Film- und Fernsehproduktion ausgezeichnet: Der begehrte Journalistenpreis wurde an Michael Nieberg als Autor verliehen. Der Beitrag "Mindesthaltbarkeitsdatum", den 6w-Film im Jahr 2008 im Auftrag von stern-TV produziert hatte, wurde von der Jury als "perfekt umgesetzt" gewürdigt. DGE-Präsidiumsmitglied Dagmar Freifrau von Cramm hob bei der Preisverleihung in Bonn die große journalistische Leistung hervor: Es sei nicht einfach, die oft trockenen Themen aus dem Bereich der Ernährung allgemeinverständlich umzusetzen. Doch der Beitrag von 6w-Film sei aus den zahlreichen Einsendungen im Wettbewerb klar hervorgestochen. "Der Film ist nah dran an den Menschen, an den Verbrauchern, an dem, was sie interessiert", betonte von Cramm bei der Urkunden- und Preisgeldübergabe.
Michael Nieberg (42) ist seit seinem Volontariat bei der Allgemeinen Zeitung in Coesfeld im Jahr 1996 hauptberuflich Journalist. Zu den Stationen seiner Arbeit gehörten: Springer bei den Westfälischen Nachrichten in Münster, Mitarbeiter der Fernsehproduktion Telepublic sowie dem WDR Studio Münster. Nach Stationen als TV-Redakteur bei Radio Bremen, MDR, NDR und WDR gründete er 1994 die 6w-Film- und Fernsehproduktion in Münster, die er seitdem mit seiner Frau Natascha Nieberg betreibt. Bislang wurden über 2200 Reportagen, Dokumentationen und Werbefilme realisiert. Mehrere davon wurden schon ausgezeichnet.
In dem nun prämierten Beitrag hatte Michael Nieberg zusammen mit dem 6w-Team untersucht, wie lange Lebensmittel mit dem aufgedruckten MHD tatsächlich haltbar sind. Zusammen mit dem Oecotrophologen Professor Dr. Guido Ritter und seinem Team von Ernährungswissenschaftlern der FH Münster wurde eine große Studie initiiert: 10 Lebensmittel wurden mehrfach nach Ablauf des MHD verkostet und im Labor untersucht. Dabei kam heraus, dass viele Produkte deutlich länger genießbar sind, als die Industrie vorgibt. Zum Wegschmeißen sind Joghurts, abgepacktes Brot und viele andere Lebensmittel auch mit Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums viel zu schade.
Nach Ausstrahlung des Beitrags brach eine wahre Flut von Zuschauerreaktionen auf die stern-TV -Redaktion herein, so dass die Mitarbeiter von 6w-Film in Münster auch in der Folgewoche noch einmal über das Thema berichten konnten. Deutschlandweit hatten sie abgelaufene Lebensmittel von Zuschauern eingesammelt und zur Begutachtung und Verkostung durch Günther Jauch und Professor Guido Ritter ins Studio gebracht.
"Eine tolle Bestätigung unserer Arbeit", freute sich Michael Nieberg. Die Vorbereitungen für den Beitrag hatten mehrere Wochen gedauert - von der Auswahl und dem Kauf hunderter Lebensmittelproben bis hin zu Dreh, Schnitt, Text und Vertonung.
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